Als das Kind Kind war,
ging es mit hängenden Armen,
wollte der Bach sein ein Fluß,
der Fluß sein ein Strom,
und diese Pfütze das Meer.

Mit diesen Zeilen aus Peter Handkes Gedicht Lied vom Kindsein beginnt der Film von Regisseur Wim Wenders.

Himmel über Berlin, der Titel in Englisch lautet Wings of Desire.

Je nach Perspektive in Schwarz-Weiss oder Farbe bietet sich der Film als Projektionsfläche den Zuschauern an.
Einige sehen in ihm eine Vielzahl von Hinweisen zum Thema Entscheidungsfreiheit und andere konzentrieren sich auf den Film als Zeitdokument.
Einigen Kritikern erscheint er zu pathetisch, zu wenig Film, zuviel Gedicht.
Und genau deswegen lieben ihn einige.

1987 gedreht, vermittelt er einige interessante Eindrücke aus dem geteilten Berlin.

Die Engel Damiel (Bruno Ganz) und Cassiel (Otto Sanders) sind Beobachter, Zeugen.
Sie nehmen nicht teil, können nicht in das Leben der Menschen eingreifen und werden nur von Kindern gesehen.
Doch sie können Angebote machen, indem sie Mut machen.
Die Entscheidungen selbst bleiben bei den Menschen.
Und nicht jeder nimmt diese Angebote an.
Einige Zuschauer sehen darin ein besonderes Geschenk: Die Wahlfreiheit!

Und die Engel bezeugen.

Besonders beeindruckend finde ich die Szene, in der Damiel und Cassiel sich in einem Autohaus am Kurfürstendamm befinden.
In einem Cabrio sitzend tauschen sie sich über ihre Beobachtungen aus.
Dem Engel Damiel reicht das Bezeugen nicht mehr, er will teilhaben.
Er will mit allen Sinnen erleben und nicht nur Zuschauer sein.

Die Trapezkünstlerin (Solveig Dommatain) hat es ihm angetan.
Bei ihrem ersten Auftauchen im Film sieht er sie mit künstlichen Flügeln auf dem Trapez eines kleinen Wanderzirkus.

Er fasst den Entschluss auf seine Unsterblichkeit zu verzichten und das echte Leben zu erleben – die Welt in Farbe sehen.

Sein Wunsch wird erfüllt und er wird in die Welt – genauer; in das Niemandsland des bewachten Mauerstreifens – hineingeworfen.
Als Startkapital bekommt er seine Rüstung mit, die scheppernd neben ihm landet und so schon einige vom eingenickten Publikum wieder geweckt haben dürfte.
Auch das rappelt sich wieder auf und Damiel macht sich auf den Weg …
Entdeckt die Welt aus erster Hand – live und in Farbe.
Kitschig?
Mag sein, aber nicht für mich.
Ein herrlicher Film!

 

Anmerkungen:

Eine Geschmackssache, doch für mich …

 

Remake

1998 wurde die Geschichte als Remake unter dem Titel Stadt der Engel neu verfilmt.
Mit Meg Ryan und Nicolas Cage in den Hauptrollen entstand ein Film, den ich als eine wenig erbauliche Kopie empfinde.
Im Vergleich zum Original wirkt die Hollywoodversion auf mich flach und nebensächlich.
Was für ein Abstand zu Wenders fließenden Bildern und Projektionsflächen.
In seinen Szenen entdecke ich auch nach Jahrzehnten noch neue Aspekte.

 

Fortsetzung

Wer den Zauber dieses Films behalten möchte ignoriert vermutlich besser den Hinweis am Ende des Films, der auf die Fortsetzung hinweist.
Die sechs Jahre später erschienene Fortsetzung In weiter Ferne so nah reicht bei weitem nicht an die Bilder heran, die im Anschluss an Himmel über Berlin im Kopf entstehen können.

 

Lust auf den Film? 

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Allzu leicht lassen sich Dinge übersehen die Würdigung verdient haben.

Ich komme gerade darauf, weil ich an Naples in Florida denke.
Wenn dort die Sonne fast am untergehen ist flanieren nicht nur Touristen zum Strand.
Es trifft sich ein Publikum, das eine besondere Aufführung erwartet.
Einige sind leger gekleidet und ein nicht kleiner Teil kommt in Abendgarderobe zum Schauspiel.
Wenn es dann endlich soweit ist rutschen die Paare näher zusammen und es wird ruhiger.
Und obwohl es jeden Tag die gleiche Sonne ist die ihren Untergang vollzieht überraschen jeden Tag erneut die Farben in ihrer Vielfalt.
In dem Moment in dem die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und nur noch ihre Strahlen wirken benehmen sich einige der Anwesenden wie Pauschalreisende bei der Flugzeuglandung; es wird geklatscht!
Die Anspielung auf die Gelegenheitsflieger nehme ich zurück, den während ich es im Flieger als eher peinlich empfinde wirkt es am Strand zwar eigenartig auf mich, allerdings auch irgendwie angemessen.

 

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Viele Menschen haben – wie bei jeder Apple Keynote – auf diesen Moment gewartet.
Jetzt ist es fast so weit:
Fast so emotional wie sich Eltern oft fragen ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, fiebern zahlreiche Menschen rund um den Globus der Veranstaltung am 7. März 2012 entgegen.
Einige der Fragen, die im Vorfeld fleißig diskutiert werden:
Wird es ein Apple iPad 3 oder iPad 2s?

 

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Es ist Mitternacht und im TV läuft Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Weltall.
Der Klassiker von 1968 hat definitiv Kultcharakter.
Sein Originaltitel lautet Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion.

Im Vorspann heißt es:

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein.
Hier ist ein Märchen von übermorgen: Es gibt keine Nationalstaaten mehr.
Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.
Man siedelt auf fernen Sternen.
Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen.
Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem.
Eins dieser Raumschiffe ist die Orion, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt.
Begleiten wir die Orion und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit.“

Im Gedächtnis bleiben insbesondere das Bügeleisen als Teil der futuristischen Raumschiffausstattung und der Soundtrack.
Stets auf der Suche nach sympathischen Fehlern.

„Sag’ einmal Atan, das Ganze war doch wohl nur ’n böser Traum, was?“
„Viel schlimmer – das war Science Fiction!“

Wir sehen uns dann im Starlight Casino!

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Helmut Newton hat in der Modefotografie seine Spuren hinterlassen.
Als er 2004 in Los Angeles bei einem Autounfall ums Leben kam gab es kaum jemanden, der nicht schon mit seinen Fotos in Kontakt war.

Seit 2004 stellt die Helmut Newton Foundation im Museum für Fotografie in Berlin aus.
Die Dauerausstellung Helmut Newton’s Private Property gibt Einblicke in sein Leben und Schaffen.
Auf den insgesamt 2.000 Quadratmetern ist dann auch noch Raum für wechselnde Ausstellungen.

Zu den bisherigen Highlights bei diesen Ausstellungen gehören:
Sex and Landscapes
Alice Springs (June Newton)

Aktuell:
Helmut Newton’s Polaroids bis 20. Mai 2012

Helmut Newton Stiftung in Berlin
Webseite

Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin
Webseite

 

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Jan 09

Karsten Noack

Nix Knut

Die beste Zeit für einen Spaziergang im Zoologischen Garten Berlin ist im Winter und bei Regenwetter.
Dann sind Besucher selten und die Atmosphäre lässt sich mit passendem Zubehör an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.
Empfehlenswerte Begleiter für Alleinreisende MP3-Player und Latte Machiatto extra large to go.
Mutige Spaziergänger nehmen Siri an die Hand, damit sie - dem Headset sei Dank – Gesprochenes in Blogbeiträge verwandelt.

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I am listening to a song with a text that feels good to me.
Here are a few sentences.
Just in case you like such kind of songs:

Have you ever seen yourself from Mars.
Will you ever know how tiny you are?
Floating out among the stars.
Will we ever learn how lucky we are?

There is only one of you!
There is only one today!

 

These are a few lines of the song Mars by Natalie Walker from the album Spark.

Download from Amazone.de

 

 

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Dez 31

Karsten Noack

Movies 2011

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht gut streiten.

Welche Filme auf der großen Leinwand bleiben uns für 2011 in Erinnerung?

 

Die umstrittensten Filme beleuchtet wired.com
10 Most Hated Movies of 2011 (Externer Link)

 

 

 

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Kult oder nicht?
Was immer Weihnachten nun bedeutet,
wie auch immer die persönliche Haltung dazu ist;
wenn es soweit ist, steckt es die meisten Menschen an.

Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest

Karsten Noack

 

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Morgens einen guten Kaffee in inspirierender Umgebung?

Paris – Rue Mouffetard

Ein Lebensmittelgeschäft neben dem anderen.
Marktatmosphäre auf einer historischen Straße.
Mit etwas Glück einen der sechs Hocker in dem Geschäft ergattern, in dem nur Tee und Kaffee verkauft wird.
Beide können hier auch gleich konsumiert werden.

Ein Platz abseits und doch mitten im Geschehen.
Menschen aus allen Teilen der Welt kaufen hier ein und unterhalten sich vorzugsweise auf Französisch.
Klatsch und Tratsch und nach einigen Besuchen das Gefühl, wiedererkannt zu werden.
Das Einzige das den Spaß trüben kann ist der Geruch des Fischgeschäfts nebenan, der allerdings nur bei ungünstigem Wind zu bemerken ist.
Doch in diesem Fall gibt es auch noch andere Orte in der Rue Mouffetard.

Externer Link zu Wikipedia

 

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